Das volle Programm

 

Die beiden Festivaltage sind gefüllt mit Programm und Veranstaltungen, die am Freitag von 17 bis 22 Uhr und am Sonnabend von 13 bis 22 Uhr stattfinden.

 

Die Eröffnung begleiten regionale und überregionale Bands. Zum Beispiel Menschenkind, eine vierköpfige Band aus Hannover, die sich mit deutschsprachiger Rockmusik zwischen Indie und Mainstream bewegt. Die Hildesheimer von der Band Dezibel präsentieren Songs von den Toten Hosen über Green Day bis hin zu Motörhead. Mit Einbruch der Dunkelheit startet das Open-Air-Kino. Vom beheizten Becken aus können die Besucherinnen und Besucher den Film mit dem Film „Willkommen bei den Sch*tis“ auf einer 20 Quadratmeter großen Leinwand sehen.

Am Samstag spielen Blaufuchs aus Hildesheim deutschen Punkrock. Außerdem kommt das Elektro-Punk-Duo Tubbe aus Berlin. Der Headliner des Abends sind die Monsters of Liedermaching aus Hamburg.

Außerdem diskutieren Bundes- und Landtagsabgeordnete sowie Expertinnen und Experten aus der Region über „Umweltbewusstsein vor Ort“. Daneben präsentieren sich Jugendverbände und -organisationen mit Info-Ständen und Workshops.

Das „Nx19“ ist so barrierearm wie möglich gestaltet. Das Festival-Paket kostet 5 Euro. Es beinhaltet ein Festivalbändchen, ein Programmheft mit Zeitplan sowie die kostenlose Nutzung des Festival-Shuttles des RVHI.

 

Das Nx19 ist zwar von Jugendlichen gestaltet und geplant, es sind aber Gäste aller Generationen willkommen.

 

Ausführliche Infos

 

Headliner des musikalischen Programms sind Monsters of Liedermaching. Die Monsters bestehen aus sechs Liedermachern, die beweisen, dass es eine Welt jenseits der Jammerballadensänger der siebziger Jahre (wie zB. Wolf Biermann) gibt. Die Einflüsse der Monsters reichen von zotiger Stand-Up-Komik bis zur ernsten Ballade, von Punkrock bis HipHop. Das alles bei einer Instrumentierung, die nur aus den obligatorischen Wandergitarren besteht. Mit Ironie, Leidenschaft und herzerfrischender Leichtigkeit, singen, spielen und feiern sich die Monsters of Liedermaching durch alle Themen des Alltags, ob es nun um die kleinen Dinge, wie Bienen und Zwerge geht, oder um die großen (Die Liebe, das Laster, das Leben).

 

Tubbe waren nur kurz einen Kaffee holen. Ok, das ist eine Lüge. Sie haben zwei Kaffee geholt. Alles andere wäre ungerecht. Und vielleicht haben sie auch nicht nur Kaffee geholt. Sondern ein ganzes Leben neu gezimmert. Henris Leben. Tubbe sind jetzt eine Boyband. Eigentlich waren sie das schon immer. Nur ohne Choreographie. Die Transition, Quereinsteiger-Männlichkeit, Aufregung. Aber Boyband sein ist kein Zirkus. Es ist keine Sensation. Es ist nicht der An-Schalter für den Voyeurismus der Masse. Es ist eine Entscheidung. Eine notwendige und eine gute. Musik von Tubbe gibt es tatsächlich auch noch zu hören! Sie ist sehr gut, glaubt uns das. Aber es geht um mehr. Und zwar um alles. Das, was sich verändert hat. Innen und außen. Die Welt ist eine andere, wenn man endlich ist. Mit dem ersten heiseren Jauchzen über das erste heisere Jauchzen kam die Politik. Denn alles ist auf einmal politisch. Strandurlaube, Klogänge und die Liebe. Nicht, weil man sich das so vorgestellt hat, sondern weil das Geschrei der anderen so laut ist. Dabei war da doch nur die Sehnsucht nach Bart und Unsichtbarkeit. Doch das Leben ist eine Fangfrage und bisweilen weiß man die richtige Antwort nicht. Weil es sie möglicherweise gar nicht gibt. Das Leben schätzt Multiple Choice. Alles ist anders, alles ist gleich, gleich ist alles anders, anders ist alles gleich.

 

Dezibel ist authentischer, druckvoller und energiegeladener Rocksound aus Hildesheim. Seit mehr als 10 Jahren bieten fünf routinierte Musiker Rock-Klassiker von z.B. AC/DC, Green Day, Guns N‘ Roses, Die Toten Hosen, Metallica, Motörhead u.v.m. originalgetreu und mitreißend dar.

Long live Rock‘n‘Roll!

 

Zwei Mädels und zwei Jungs, die für Verspieltheit, Professionalität und vollkommene Hingabe zur Musik stehen. Eben wie ein junges Menschenkind, das sich - abseits von Verpflichtungen und Regeln – unbeschwert entfalten kann. Seit Ende 2015 machen MENSCHENKIND gemeinsam deutschsprachige Rockmusik, die ihren Platz irgendwo zwischen Indie und Mainstream findet. Ihre Texte sind so außergewöhnlich, dass sie viel Platz für eigene, verrückte Interpretationen lassen, doch andererseits auch erschreckend nachvollziehbar sind. So werden sich vermutlich lebenserfahrene Erwachsene, die mit beiden Beinen im Leben stehen, aber auch orientierungslose Heranwachsende in den Songs wiedererkennen. Mensch sein - mit allen Höhen und Tiefen. Darum geht’s bei MENSCHENKIND.

 

Träume und Traumata aus dem Berliner Großstadtleben treffen auf das Lebensgefühl der kleinsten Großstadt Deutschlands und äußern sich in mitreißenden Punkrock-Songs von Blaufuchs. Blaufuchs stehen für ehrliche Geschichten, Erinnerungen und Gefühle ohne Kitsch und politische Haltung ohne simple Parolen. Als Teil des Protestsounds-Netzwerkes der „Kein Bock auf Nazis“ Kampagne wird klar Stellung bezogen auch wenn es dafür keinen Beifall gibt.

 

Am Freitag Abend besteht die Möglichkeit, entweder aus dem Liegestuhl oder aus dem beheizten Freibad ein Open-Air-Kino zu schauen und dabei endgültig Sommergefühle aufkommen zu lassen. Auf einer 20 Quadratmeter großen LED- Wand wird de Film „Willkommen bei den Sch*tis“ zu sehen sein.

 

Der Postbeamte und Südfranzose Philippe Abrams wird unfreiwillig versetzt - zu den Sch‘tis, wie die Nordlichter wegen ihre Dialekts genannt werden. Zwei Welten prallen aufeinander! Schnell merkt Philippe, dass er den Sch‘ti-Dialekt zwar nicht versteht, die Menschen aber unwahrscheinlich herzlich sind. Allen voran der Postbote Antoine, der bald sein bester Freund wird. Dazu bereitet ihm seine Frau Julie an den freien Wochenenden im Süden den Himmel auf Erden, und er ist im angeblich barbarischen Norden so glücklich wie noch nie. Alles läuft bestens - bis Julie eines Tages beschließt, Philippe vor Ort beizustehen. Der sieht sich nun gezwungen, Antoine und dem Rest seiner Mitarbeiter zu gestehen, dass er sie seiner Frau als unzivilisierte Horde beschrieben hat. Er muss sich schnell etwas einfallen lassen...